Mitarbeitergesundheit fördern, Motivation steigern: Betriebliches Gesundheitsmanagement und seine Bedeutung

Der moderne Arbeitsalltag geht mit immensen Belastungen einher. Der Zeitdruck ist in vielen Unternehmen sehr hoch, es bleibt nur wenig Raum für Erholungs- und Entspannungspausen. Um die täglichen Herausforderungen im Betrieb zu meistern, müssen die Mitarbeiter nicht nur qualifiziert und motiviert sein, sondern auch gesund und leistungsstark. Ein effektives Gesundheitsmanagement stellt daher eine lohnende Investition dar.

Gesundheitsmanagement – warum?

Krankheiten und die damit einhergehenden Fehlzeiten verursachen hohe Kosten. Die Anzahl der Fehltage hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten erheblich zugenommen. Immer mehr Arbeitnehmer leiden dabei nicht nur unter körperlichen Beschwerden (Rückenschmerzen, Kopfschmerzen), sondern auch unter psychischen Symptomen wie beispielsweise Antriebslosigkeit, Angstzuständen und depressiven Verstimmungen. Ein gut durchdachtes Gesundheitsmanagement ist in der Lage, die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu erhöhen und das Risiko für viele Krankheiten sowie für arbeitsbedingte Unfälle zu reduzieren. Einen Überblick über weitere Gründe, die für die Etablierung eines wirkungsvollen Gesundheitsmanagements sprechen, erhalten Sie in diesen Buchtipps von Haufe.

Wie kann sich ein gutes Gesundheitsmanagement konkret auf ein Unternehmen auswirken?

Mithilfe eines effektiven Gesundheitsmanagements kann die Arbeitsbelastung in einem Betrieb deutlich verringert werden. In der Folge nehmen Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit zu. Auch das Arbeitsklima verbessert sich, sodass die Mitarbeiter gerne zur Arbeit gehen und ihrem Unternehmen ein hohes Maß an Loyalität entgegenbringen. Die erhöhte Mitarbeiterbindung führt wiederum zu einer reduzierten Personalfluktuation, wodurch weitere Kosten eingespart werden können. Des Weiteren gilt: Zufriedene, leistungsfähige Mitarbeiter fördern indirekt die Qualität der angebotenen Produkte und Dienstleistungen. Auch die Kundenzufriedenheit wird also verbessert, was letztlich zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit, zu einem besseren Unternehmensruf und zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit führt.

Gesundheitsförderung im Betrieb: wichtige Bausteine

Betriebliches Gesundheitsmanagement setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen, die im Idealfall nahtlos ineinander greifen. Eine ausgewogene Work-Life-Balance ist den meisten Arbeitnehmern besonders wichtig – sie möchten also in der Lage sein, Familie und Beruf problemlos miteinander zu vereinbaren. Dies gelingt beispielsweise durch die Option, bestimmte Aufgaben im Home-Office erledigen zu können, oder auch durch kostengünstige Kinderbetreuungsangebote. Mindestens ebenso wichtig ist eine vielfältige Belegschaft, in der jeder Mitarbeiter einen Platz findet – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Religion. Wenn es um das Thema Gesundheitsmanagement geht, können zudem folgende Aspekte eine Rolle spielen:

– Erfolgsbeteiligung
– Anti-Mobbing-Strategien (zum Beispiel durch speziell geschulte Ansprechpartner)
– Beschäftigungssicherheit
– aktive Mitarbeiterbeteiligung

Mitarbeiter zu einer gesunden Lebensweise motivieren

Mithilfe von ergonomischen Arbeitsplätzen und besonderen Maßnahmen zur Verhütung von Unfällen können Arbeitgeber die Gesundheit ihrer Mitarbeiter aktiv fördern. Im Idealfall legen Arbeitnehmer jedoch auch in ihrer Freizeit gesteigerten Wert auf einen aktiven, gesunden Lebensstil. Ernährungskurse, Sportangebote und Rückenschulen sind ein guter Anfang, aber auch der Nichtraucherschutz und Angebote zur Suchtbekämpfung sollten in jedem Unternehmen einen hohen Stellenwert einnehmen. Darüber hinaus bieten sich Ruhezonen an, in denen sich die Mitarbeiter bei Bedarf zurückziehen können, um Stress abzubauen und neue Energie für die anstehenden Aufgaben zu tanken.

Fazit: eine Win-Win-Situation

Wer die Gesundheit seiner Mitarbeiter effektiv fördern möchte, muss zunächst viel Zeit und Geld investieren. Doch die Investition lohnt sich, denn: Ein gutes Gesundheitsmanagement ist nicht nur in der Lage, krankheitsbedingte Fehlzeiten zu reduzieren. Nebenbei steigert es das physische und psychische Wohlbefinden der Mitarbeiter, was sich letztlich positiv auf Produktivität und Qualität auswirkt. Es handelt sich also um eine klassische Win-Win-Situation, von der sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer nur profitieren können.

Quelle Text: Haufe Shop

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