Impfpflicht oder Impfzwang? Was erwartet die Gesundheitsberufe …

Die Vertreter von Bund und Ländern haben eine allgemeine Impfpflicht angekündigt. Und der Mangel an Pflegepersonal wird immer größer. Wie Pflegeeinrichtungen dafür sorgen können, ausreichend Mitarbeiter für ihren Betrieb zu haben, erklärt Florian Sedlmayer im folgenden Gastbeitrag. Aus seiner täglichen Arbeit kennt Sedlmayer die Herausforderungen der Branche und kann Ratschläge aus erster Hand geben.

Impfpflicht als Stolperstein für Pflegeeinrichtungen
Die einrichtungsbezogene Impfpflicht kommt! Die Pflicht zum Impfen gegen das Corona-Virus für das Gesundheits- und Pflegepersonal in Deutschland ab dem 15. März 2022 ist beschlossene Sache. Während die Politik damit die Bemühungen vorantreiben möchte, Risikogruppen vor Ansteckungen im täglichen Verkehr zu schützen, würde eine ausgeweitete Impfpflicht bedeuten, dass nicht nur Pflegepersonal, sondern auch alle anderen, mitwirkenden Kräfte in Pflegebetrieben davon betroffen sind (Köche, Zulieferer, Reinigungspersonal, Service-Disponenten, Fahrer, etc.). Kommt es zu einem Impfzwang, hat niemand mehr die Wahl, seinen Job aufzugeben, sondern wird gezwungen – da diese (totalitäre) Lösung unrealistisch ist, ist es wahrscheinlich, dass die Einführung der Impfpflicht die Personalbesetzung von Pflegebetrieben weiter schwächen wird, weil einige Angestellte bereit sind, ihren Job aufzugeben und sich umzuorientieren, um nicht geimpft werden zu müssen. Schließlich bedeutet eine Pflicht, dass man sie, unter Akzeptanz der Konsequenzen, vermeiden kann.

Gesundheitsberufe erwartet größerer Personalmangel
Wenn Sie Betreiber eines Pflegebetriebs sind, können Sie die Folgen an einer Hand abzählen: Es wird vermehrt an Personal mangeln. Sie sind gefordert, sich so aufzustellen, dass ausreichend Mitarbeiter vorhanden sind und eine gute Besetzung der Belegschaft gesichert werden kann.
Die Frage ist: Wie lässt sich das, in solch turbulenten Zeiten bewältigen und erreichen?
Grundsätzlich ist das Problem nicht, dass zu wenig Fachkräfte da sind, sondern diejenigen, die qualifiziert und motiviert sind, meistens nicht den Weg zu den entsprechenden Betrieben finden.

Unabhängig von der Impflicht gute Fachkräfte finden
Es geht darum, als Pflegebetrieb zielsicher examinierte Fachkräfte zu finden, ohne auf Zeitarbeitsfirmen oder ständige Aushilfslösungen zurückgreifen zu müssen. Die gute Nachricht gleich vorweg: Es gibt in der Praxis Möglichkeiten, qualifizierte Mitarbeiter zu finden und diese gezielt anzusprechen bzw. herauszufiltern. Dafür ist es relevant, die Online-Sichtbarkeit von Arbeitgebern zu erhöhen. Es ist Fakt, dass über Dreiviertel aller Menschen über mobile Endgeräte auf Stellensuche gehen, und diese daher auch im Pflegebereich überwiegend digital abläuft. Online-Marketing ist somit der Schlüssel zum Tor des Erfolgs. Das Pandemie-Geschehen hat hierbei keinen Nachteil erwirkt, sondern das Gegenteil zur Folge: Die Nutzung von Online-Medien und Social-Media-Plattformen hat in den letzten zwei Jahren stark zugenommen.
Hier gilt es, präsent zu sein, und Bewerbungsprozesse zu vereinfachen. Handfeste, digitale Strategien (wie über den gezielten Einsatz von Funnels) verhelfen Pflegebetrieben dazu, deutlich mehr Bewerbungen zu bekommen, als über klassische Wege.

Schon jetzt gut aufgestellt
Wer sich schon jetzt für die anstehenden Herausforderungen gut aufstellen möchte, sollte sich Tipps vom Profi holen. Gemeinsam mit einem fachkundigen Partner an der Hand, der auf die Branche spezialisiert ist und die Herausforderungen kennt, die mit oder ohne Impfpflicht anstehen, lassen sich gute Lösungen erarbeiten. Es kann sein, dass weitere Stolpersteine warten, die Politik oder Pandemie-Geschehen auferlegen, so dass Pflegebetriebe gar nicht früh genug damit anfangen können, sich personaltechnisch für die Zukunft abzusichern.  So hilft Sedlmayer, der Geschäftsführer eines auf die Pflegebranche spezialisierten Unternehmens ist, Pflegebetrieben online sichtbar zu werden.

Quelle Text: Sedlmayer Consulting GmbH, Bild Shutterstock

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