Umfrage zeigt die Attraktivität von telemedizinischen Diensten: Viele planen verstärkte Nutzung nach der Pandemie

Im Oktober wurden die Ergebnisse einer globalen Umfrage zu telemedizinischen Diensten veröffentlicht. Die im Juli 2021 erhobenen mehr als 5.000 Antworten zeigten, dass fast die Hälfte der Befragten mindestens einmal telemedizinische Dienste in Anspruch genommen hat – 84 Prozent davon nutzten die Telemedizin als Möglichkeit, Personenkontakte während der COVID-19-Pandemie zu vermeiden.

Die wichtigsten Ergebnisse :

  • EMEA hängt hinterher: Fast die Hälfte (46 Prozent) aller Befragten haben bereits mindestens einmal telemedizinische Dienste in Anspruch genommen, in EMEA waren es allerdings nur ein Drittel (37 Prozent).
  • Infektionsrisiko vermeiden: 84 Prozent der Befragten, die Telemedizin mindestens einmal bereits genutzt haben, nutzten sie als Möglichkeit, Personenkontakte während der COVID-19-Pandemie zu vermeiden.
  • Vermehrte Nutzung erwartet: Die meisten Befragten (63 Prozent) der Applause-Umfrage gaben an, dass sie planen, telemedizinische Dienste häufiger als vor der Pandemie zu nutzen.
  • Regionale Unterschiede: Von den Befragten aus der EMEA-Region, die keine telemedizinischen Angebote nutzen, nannten über die Hälfte (53 Prozent) die fehlende Verfügbarkeit solcher Dienste als Grund. Auch in Amerika ist der Hauptgrund die fehlende Verfügbarkeit. In der APAC-Region hingegen liegt der Hauptgrund, telemedizinische Dienste nicht zu nutzen, darin, dass der persönliche Kontakt bevorzugt wird.

„Wir stellen immer wieder fest, dass sehr gute digitale Erlebnisse das Hauptunterscheidungsmerkmal für Marken in allen Branchen sind, und das Gesundheitswesen bildet da keine Ausnahme“, sagte Luke Damian, SVP of Go-to-Market Strategy bei Applause. „Telemedizin entwickelt sich schnell von einem Nice-to-have zu einem Must-have-Service. Gesundheitsdienstleister müssen nicht nur telemedizinische Dienste anbieten, sondern auch sicherstellen, dass die Nutzung einfach, intuitiv und angenehm ist.“

Telemedizin ist zwar nicht neu, aber die Fortschritte bei Videokonferenz-Apps, die Verfügbarkeit von Smartphones und der Breitbandzugang ermöglichen immer mehr Anwendungsfälle. 2020 wurde so ein viel weiteres Feld verschiedenster Arten von Pflege auf digitalem Wege bereitgestellt, auch verstärkt durch die Corona-Pandemie. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass dieser Trend schnell an Fahrt gewinnt und sich durchsetzen wird. Auch Analysten wie Gartner beobachten, in welchem rasanten Tempo der Trend sich entwickelt.

In dem Bericht Product Leader Insight: Guide to the 2021 Healthcare Provider CIO Survey stellten die Analysten von Gartner fest, dass die Pandemie zwar einige Technologieinvestitionen verzögerte, andere Investitionen, wie die virtuelle Pflege, allerdings dramatisch beschleunigte. Tatsächlich bleibt die Telemedizin der größte Technologie-Investitionsbereich für 2021.

Die gute Nachricht für Telehealth-Anbieter ist, dass die meisten Befragten angaben, dass sie planen, telemedizinische Dienste mehr als vor der Pandemie zu nutzen. Darüber hinaus gaben mehr als drei Viertel der Patienten an, dass sie Telemedizin gern nutzen, obwohl 48 Prozent der Befragten angaben, dass es Dinge gab, die sie nicht über den Telemedizin-Dienst erledigen konnten, die sie aber gerne erledigt hätten. Die Corona-Pandemie hat einer großen Zahl von Patienten gezeigt, was Telemedizin sein kann, und sie wollen, dass mehr Dienste digital zur Verfügung gestellt werden.

Während die Telemedizin weltweit auf dem Vormarsch ist, hinken die Befragten in der EMEA-Region bei der Nutzung solcher Dienste hinter anderen zurück. Etwa die Hälfte der Befragten in Nord-, Mittel- und Südamerika und in der APAC-Region hat bereits telemedizinische Dienste in Anspruch genommen, während nur etwa ein Drittel der Befragten in der EMEA-Region dies getan hat.

Das größte Hindernis für die Einführung von Telemedizin in allen Regionen ist laut der Umfrage der Zugang und die Verfügbarkeit. Von den 54 Prozent der Befragten, die noch keine telemedizinischen Dienste in Anspruch genommen haben, gaben 46 Prozent an, dass ihnen diese Option nicht zur Verfügung steht. 39 Prozent ziehen es vor, ihren Arzt persönlich aufzusuchen und 8 Prozent gaben an, dass sie in letzter Zeit keinen Bedarf für einen Arztbesuch hatten.

Quelle: Applause

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