MEDIGO möchte Patienten und Kliniken weltweit verbinden

Wenn wir krank sind, gehen wir zum Arzt oder ins Krankenhaus. Meistens in der Nähe. Nur selten denken wir daran, dass eine Behandlung auch in einer anderen Stadt, in einem anderen Land oder sogar auf einem anderen Kontinent möglich wäre. Gesundheitsversorgung weltweit zugänglich zu machen, klingt also erstmal nach einer Mammut-Aufgabe – MEDIGO hat sich ihr angenommen: Das Berliner Startup will Kliniken und Patienten auf der ganzen Welt miteinander vernetzen.

Warum?

Medizinische Versorgung und Behandlung wird oft in engen Grenzen gedacht – und gerade in Deutschland sind wir der Ansicht, die beste medizinische Versorgung nur im Inland zu bekommen. Denkt man den Markt allerdings globaler, könnte die Öffnung eines weltweiten Gesundheitsmarkts für viele Patienten Sinn ergeben. MEDIGO arbeitet an dieser Denkweise, und will einen einfachen und günstigen Zugang zu qualitativer Gesundheitsversorgung schaffen.

Wie?

Der Schlüssel liegt in der Erfassung und transparenten Wiedergabe medizinischer Leistungsangebote verschiedener Kliniken. Patienten müssen schnell überblicken können, wo es welche Behandlung in welcher Qualität zu welchem Preis gibt. Und Kliniken, die ein hervorragendes Leistungsspektrum haben, benötigen eine Plattform, über die sie Zugang zu einem weltweiten Patientenklientel haben.

Was?

MEDIGO betreibt auf www.medigo.com einen betreuten Onlinemarktplatz für medizinische Behandlungen. Das optisch ansprechend aufbereitete Angebot ermöglicht die einfache Suche nach einer Behandlung – zum Beispiel Augen-Lasertherapie oder Hüftoperation – und die Angabe eines Behandlungs-Ortes bzw. -Landes. Bereits im nächsten Schritt erhält der Nutzer eine Auflistung von Kliniken und Preisangeboten für die gewünschte Therapie.

Das Gefühl, „Gesundheit online einkaufen zu gehen“, ist im ersten Moment befremdlich. Doch wenn man die Philosophie hier MEDIGO durchschaut, versteht man, dass Preis-Label und der Shopping-Charakter die Folgen konsequenter Transparenz sind.

Screenshot: MEDIGO-Website

MEDIGO versichert, dass Patienten im Behandlungsfall nicht mehr an die Klinik zahlen als Patienten, die nicht über das Portal akquiriert worden sind.

Das Geschäftsmodell

Zum jetzigen Zeitpunkt wird nicht kommuniziert, an welcher Stelle MEDIGO Umsätze generieren will. Allerdings liegen zwei Wege der Monetarisierung auf der Hand: Sowohl Patienten, die durch das Startup eine günstiere Behandlung im Ausland vermittelt bekommen, als auch vor allem Kliniken, die durch MEDIGO weltweit neue Patienten für ihr Angebot gewinnen können, sind naheliegende Zielgruppen für diesen Zweck.

Rechtsform

Hinter dem Startup steckt die MEDIGO GmbH mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen wird von privaten Investoren sowie der Atlantic Internet GmbH unterstützt.

Das Gründerteam

Das MEDIGO-Gründerteam

Das Gründertrio von MEDIGO besteht aus Ugur Samut (CEO, verantwortlich für den Aufbau von MEDIGO als globale Marke), Ieva Soblickaite (CPO, Entwicklung der Produktstrategie) und Pawel Cebula (COO, interne/externe Arbeitsabläufe). Unterstützt werden die drei von einem 11-köpfigen internationalen Team.


Schau dir MEDIGO genauer an: www.medigo.com/de | Blog | Facebook | Twitter

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Johannes Bittner

Johannes Bittner

Johannes ist Arzt und Sozialunternehmer. Durch die Gründung der Übersetzungsplattform für medizinische Befunde washabich.de hat er seine Liebe für Healthcare Startups entdeckt. Seine Vision ist die effiziente Fusion von konventionellem Gesundheitswesen und Digital Health.

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