IQVIA Start-up Award 2022

Im Rahmen der Veranstaltung „Future Health – Start-up of the year“ am 5. Mai 2022 in München wurde der Gewinner des Iqvia Start-up Award 2022 gekürt. Mit dem zum dritten Mal vergebenen Preis,  erstmalig in Kooperation mit Aescuvest ausgeschrieben, werden innovative Ideen der Gesundheitsbranche gefördert. Von 35 qualifizierten Bewerbungen wählte eine Expertenjury, ergänzt um ein Publikums-Voting, fünf Unternehmen in die Endrunde.

Gewonnen hat die Pulsewave AG, ein im Jahr 2021 gegründetes Unternehmen mit Standort in Biel/Bern (Schweiz). Das Unternehmen zielt darauf ab, ein digitales Gesundheitsunternehmen zu werden, das die Art und Weise neu definiert, wie Arteriosklerose klinisch diagnostiziert und im Laufe der Zeit überwacht wird.

Die Entwicklung von Pulsewave, der TempleGuard, kombiniert ein tragbares Biosensorgerät, das bequem und dauerhaft mit einer Brille des Patienten getragen wird, und Cloud-basierte Datenanalysen mit leistungsstarken proprietären Algorithmen, die Daten aus Millionen von Herzschlägen in klinisch verwertbare Informationen destillieren. Diese Art von Verbesserung bei der Überwachung und Charakterisierung der Arteriensteifigkeit hat nach Sicht des Unternehmens das Potenzial, das klinische Management von Patienten zu verändern. Die Applikation unterstützt Patienten, Pflegekräfte und Ärzte, um je nach Messwerten die Behandlung zu steuern.

Weitere Finalisten waren:

* deepeye Medical<https://deepeye.ai/> GmbH, München: Hilft mittels Tools der Künstlichen Intelligenz Erblindungen durch Verbesserungen der Netzhauttherapie zu verhindern. Augenärzte werden in die Lage versetzt, Patienten mit retinalen Erkrankungen wie der altersbedingten Makuladegeneration eine individuelle Therapie anzubieten und so die Ursachen für mehr als 90 % der Erblindungen zu verhindern. Der digitale Therapieassistent deepeye entwickelt Therapie-Entscheidungsunterstützungssysteme für Ophthalmologen. Basierend auf hochwertigen Netzhautbildern (OCTs) liefern Deep-Learning-Modelle eine zweite Meinung über den aktuellen Therapiebedarf und zukünftige Termine.
* InterAx Biotech<https://interaxbiotech.com/> AG, Villigen (Schweiz): Verknüpfung von KI und Zellsignalisierung zur Entwicklung von Arzneimitteln. InterAx zielt darauf ab, die Biologie einer Krankheit besser zu verstehen und Arzneimittelkandidaten risikofreier zu machen. Anstatt große Datenmengen nur mit maschinellen Lernalgorithmen zu nutzen, wird gleichzeitig biologisches Wissen des zu Grunde liegenden Systems in intelligente Wirkstoffforschungsalgorithmen integriert. Der Aufbau eines solchen Bottom-up-Verständnisses der Zielsysteme sei ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg zum rationalen Design wirksamer und sicherer Arzneimittelkandidaten.
* Munevo<https://munevo.com/> GmbH, München: Steuerungsmodule für elektrische Rollstühle wie die proportionale Kopfsteuerung munevo drive, die über Kopfbewegung via Smartglass funktioniert, wodurch es möglich ist, den Rollstuhl komplett freihändig zu steuern. Die Lösung bildet den Ausgangspunkt für weitere Produkte wie z.B. Roboterarme zur Unterstützung bei Arbeit, Haushalt, Freizeit usw. Eine Applikation ermöglicht, die Ansicht auf dem Display der Smartglasses auf einem mobilen Endgerät anzeigen zu lassen. Die Lösung verhilft Menschen mit Behinderung zu unabhängiger Mobilität und mehr Selbstbestimmung.
* Pramolecular<https://www.pramomolecular.com/> GmbH, Berlin: „Pramo“ bedeutet auf Esperanto „Fähre“. Das Start- up entwickelt „Fährmoleküle“, kovalent verknüpfte Transportsysteme zur Abgabe von Arzneimitteln auf Nukleinsäurebasis zur Behandlung derzeit „nicht behandelbarer“ schwerer Krankheiten. Über eine spezielle Verabreichungstechnologie entwickelt das Unternehmen „Self-Delivering siRNA“, eine hochinnovative Wirkstoffklasse, die krankheitsverursachende Proteine, z.B. Krebsproteine, in Lunge, Herz und Bauchspeicheldrüse stumm schalten kann; in vergleichsweise kurzer Entwicklungszeit und zu relativ geringen Kosten. Damit sollen für Patienten mit schweren Erkrankungen wie dem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom oder dem Pankreaskarzinom wirksame und gut verträgliche Therapeutika angeboten werden.
Quelle: Iqvia
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