Femak Bundesfachtagung mit Startup-Preis

Zur 37. Bundesfachtagung der femak kamen rund 200 Teilnehmer aus verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitswesens zusammen. Der Fachverband für Einkäufer, Materialwirtschafter und Logistiker hatte wieder einmal für ein vielseitiges Programm gesorgt – und in diesem Jahr erstmalig einen Startup-Pitch integriert.

Nicht nur aufgrund des Kostendruckes in Gesundheitswesen wird der Einkauf immer wichtiger, erklärte der Bundesvorsitzende Norbert Ruch zur Begrüßung. Die femak sei auf vielen Kongressen präsent und der Vorstand freue sich über das starke Interesse an der Jahrestagung. Das Motto in diesem Jahr: Einkauf als Werttreiber für nachhaltigen Unternehmenserfolg.

Erstmalig gab es einen Startup-Wettbewerb im Pitchformat mit den drei Jungunternehmen Hospimatix, Hygnova und xototec. Das Publikum kürte Jan Schumann mit seinen Hospimatix-Lösungen über intelligente Sprachsteuerung zum Sieger. Die smarten Hygieneprogramme mit Sensorik und Künstlicher Intelligenz, Hygnova, erreichten Platz 2 und  Xototec mit seinem Produkt xotocam für eine sichere, DSGVO-konforme Fotodokumentation anstelle von Smartphones wurde dritter Gewinner.

Der Keynotevortrag von Prof. Dr. Björn Maier drehte sich um das Thema Agilität „Wohin steuern wir im Gesundheitswesen?“. Der Studiendekan an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg fasste dieses zusammen: Alle Mitarbeiter müssen Fähigkeiten und Kompetenzen für eine digitale Welt entwickeln, vorbereitet und trainiert sein für Innovation und Veränderung sowie neue Dinge tun. Organisatorisch bedeutet das: Immer an den Nutzen für den Kunden denken, Prozesse nicht in Abteilungen oder Institutionen denken, sondern transparent handeln, bekannte Standards anwenden und nutzen.

Adelheid Jakobs-Schäfer, Generalbevollmächtigte Einkauf und Logistik, Sana Kliniken AG, München brachte es auch den Punkt: Wirtschaftlich erfolgreiche Krankenhäuser befassen sich mit Strategien! Nur so lassen sich Lieferengpässe bei Medizinprodukten, Vorsorge und Lösungen für die Patientensicherheit bewerkstelligen.

Dr. Martina Oldhafer, Leitung Change Management im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, schlug in ihrem Vortrag vor, ein Handbuch „Psychologie für Einkäufer“ zu entwickeln, damit der Change bei den beteiligten Mitarbeitern bestmöglich gelingt.

Harald Aan’t Heck, Leiter Einkauf/Logistik pro homine, zählte auf, was einen Einkäufer ausmacht: Er soll authentisch, empathisch, kritikfähig und tragfähig agieren; sich als Dienstleister sehen und unbedingt vor Ort in den Kontakt mit den Mitarbeitern treten. Ferner sollte er überzeugen können, statt zu überreden, und immer offen sein für Neues in der Medizin.

Auch ein Innovationspreis wurde in diesem Jahr vergeben: Franziska Nickl vom Klinikum Fichtelgebirge erhielt diese Auszeichnung während der festlichen Abendveranstaltung für ihre Bachelor-Arbeit zur Beschaffung und Verfügbarhaltung von Ultraschall – einem Überblick und Effizienz schaffenden Konzept.

Wie bei der femak üblich, und passend zum Tagungsort, der Sportarena des Hotels Göbel in Rotenburg, trug in diesem Jahr Olympiasieger Dieter Baumann mit seinem amüsanten Vortrag „Ziele, Zeiten, Zäune“ zu einer anderen Sichtweise auf die Motivation bei. Jeder, ob Einkäufer, Manager oder Leistungssportler kann nur durch „Anfangen und Dranbleiben“ seine Ziele erreichen, so lautete seine zentrale Botschaft.

So sind wir gespannt, welche aktuellen Themen die femak für ihre nächste Bundesfachtagung planen und diskutieren wird. Das Startup-Format wird auf jeden Fall ausgebaut – das ist auf jeden Fall ein richtiger Schritt!

 

 

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