Drei innovative Therapie- und Diagnose-Ansätze gewinnen Biotech-Start-up-Wettbewerb

Zum achten Mal in Folge zeichnete der jährlich ausgeschriebene Start-up-Wettbewerb für Life Science und Biotech-Gründer, BioRiver Boost!, am 1. Oktober 2021 die besten Start-up-Unternehmen der Branche aus. Drei glückliche Gewinnerteams konnten sich über eine Auszeichnung freuen.

Dntox wurde als bestes Start-up 2021 ausgezeichnet. Die zweiten und dritten Plätze belegten Hbox und Pramolecular. Als Preis erhalten die drei Teams einen auf das jeweilige Unternehmen zugeschnittenen Workshop zur Unternehmensentwicklung sowie Marketingunterstützung und den Zugang in das BioRiver-Netzwerk.

Für diesen Wettbewerb können sich sehr junge Start-ups bewerben, die ein Produkt oder eine Dienstleistung für die Biotechnologie und Life Science Branche entwickeln. Die Bewertung der Bewerbung zur Auswahl der Finalisten erfolgt nach festen Kriterien wie zum Beispiel Kundennutzen, Innovationsgrad der Technologie, Bedeutung und Größe des Zielmarktes sowie die Erfahrung des Teams und die Qualität des Entwicklungs- und Finanzplans. In einem zweistufigen Prozess wählt eine Jury zunächst aus allen Bewerbungen die acht Finalisten aus, die sich dann in Form eines „Elevator Pitches“ noch einmal den Fragen der Experten stellen.

Neurotoxischen Substanzen auf der Spur
Der erste Platz ging an Dntox aus Düsseldorf. Das zellbiologische Labor ist eine Ausgründung des Leibniz-Instituts für umwelt-medizinische Forschung. Es untersucht Substanzen und Inhaltsstoffe auf ihre Entwicklungsneurotoxizität (DNT). Die Gründerinnen Dr. Katharina Koch und Kristina Bartmann nahmen den Preis vor Ort entgegen.

Mit mobiler Druckkammer gegen Kohlenmonoxid-Vergiftungen
Mit dem zweiten Platz ausgezeichnet wurde Hbox aus Aachen, ein Start-up aus dem Lehrstuhl für Angewandte Medizintechnik der RWTH Aachen. Deren völlig neues Therapiesystem ist eine tragbare, einfache und effektive Druckkammer für das Blut von Patienten, die eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten haben – etwa durch Hausbrände oder die unvollständige Verbrennung in Kaminen und defekten Heizungsanlagen. Vor Ort präsentierten die Mitgründer Dr. Peter Schlanstein und Niklas Steuer.

Gene zum Schweigen bringen
Der dritte Platz ging an Pramolecular aus Berlin. Das junge Unternehmen entstand an der TU Berlin und beschäftigt sich dem Gene-Silencing. Es verhindert damit die Bildung von Proteinen, die schwere Erkrankungen in Lunge und Bauchspeicheldrüse verursachen. CEO Dr. Merle Fuchs: „Wir haben nicht nur tolle andere Startups kennengelernt, sondern auch unsere Konzepte mit einer professionellen Jury diskutieren können. Danke.“

Quelle: BioRiver – Life Science im Rheinland e. V.

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