Bringt das Coronavirus die Digitalisierung voran?

In einer Zeit wie dieser, wenn das Gesundheitssystem an die Grenzen seiner Belastbarkeit gelangt, zeigt sich: Die Digitalisierung hilft enorm, Prozesse zu verbessern und Patienten zu schützen. Viele Startups und Unternehmen, die Videosprechstunden oder Online-Konsultationen anbieten, stellen Ärzten diese während der Pandemiezeit kostenlos zur Verfügung. Privatpatienten können diesen Service übrigens schon länger nutzen, doch auch für GKV-Patienten könnte dies nicht nur momentan, sondern vor allem künftig zahlreiche Erleichterungen bringen.

Zudem bieten Onlineapotheken aktuell viele Vorteile, denn bei ihnen besteht eine deutlich geringere Gefahr der Infektion als in herkömmlichen Apotheken mit Kundenbetrieb. Schon seit Jahren berichten wir sowohl über Telemedizin als auch über Videosprechstunden, junge Online-Anbieter im Gesundheitswesen und zahlreiche Startups im Bereich Apotheke, Telehealth etc. Ein Blick auf unsere Liste Startups von A bis Z zeigt rund 200 deutschsprachige Digital-Health-Gründungen  der letzten Jahre auf.

Auch wenn fast alle Veranstaltungen in der nächsten Zeit abgesagt sind, die sozialen Medien ermöglichen eine rasche und virale Kommunikation – zusammen mit Printmedien, Fernsehen, Radio und Messengern werden alle Menschen schnell und zügig erreicht. Onlinekommunikation ist der Möglichmacher für (fast) alles. Das wäre vor 15 Jahren nicht möglich gewesen, einfach, weil es noch keine Smartphones gab. Und selbst vor zehn Jahren hätten wenige sich ein so rasantes Tempo vorstellen können, da nur ein geringer Teil der Bevölkerung diese mobilen internetfähigen Telefongeräte überhaupt nutzte.

Deshalb: Machen wir das Beste aus der Krise, die die Welt auf den Kopf stellt, nehmen wir die Chancen an, die uns die Digitalisierung bietet! Auch wenn wir eine Zeitlang zu Hause bleiben müssen, wir können uns grenzenlos austauschen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, in Kontakt zu bleiben, egal ob gesund, krank oder vorsorglich in Quarantäne. Die Digitalisierung dient dem Wohle aller, um Kosten zu sparen und Prozesse zu vereinfachen sowie aktuell Infektionen zu vermindern.

Übrigens: Hört jemand zur Zeit Aufschreie in Richtung Datenschutz? Vielleicht ist das auch ganz richtig so. SARS-CoV-2 hält sich jedenfalls nicht an Regeln oder Gesetze – und vielleicht hoffen neben mir auch andere, dass in einigen Monaten die Bedenken der Zweifler, die die Digitalisierung immer noch kritisieren, endlich ein wenig geschrumpft sind.

 

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1 Kommentar

  1. Homedika sagt:

    Und so ist der auch voll des Lobes fur die Initiative. „Ich freue mich uber das Engagement der Healthcare-Start-ups“, so der 38-Jahrige nach der Vorstellung des Manifests. „Damit das deutsche Gesundheitswesen patientenfreundlicher wird, brauchen wir innovative digitale Losungen. Und wir mussen dafur sorgen, dass sie schnell beim Patienten ankommen. Darum ist Digitalisierung fur mich kein Nebenaspekt, sondern zentraler Bestandteil in jedem unserer Gesetze.“

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