Ambulanter Pflegedienst: Das gibt es bei der Wahl der Räumlichkeiten zu beachten

Wer einen ambulanten Pflegedienst gründen will, sollte sich ausreichend Gedanken über passende Räumlichkeiten machen. Auch wenn häusliche Pflege bedeutet, dass das Pflegepersonal zu den betreuenden Personen nach Hause fährt, braucht es einen Raum, in dem Teambesprechungen abgehalten, Urlaubsplanungen durchgeführt und andere Bürotätigkeiten abgehalten werden können. Nicht zuletzt benötigen die Pflegekräfte Räumlichkeiten, in denen Pausen verbracht und die Zeit zwischen mehreren Terminen genutzt werden kann. Doch was gibt es alles zu beachten, wenn es um die passenden Räumlichkeiten bei der Gründung eines ambulanten Pflegedienstes geht und welche Bedingungen sollten hier erfüllt werden?

Administrative Tätigkeiten lassen sich am besten in einem Büro erledigen

Die Familienpflege, ein Hausnotruf, ein mobiler Friseur oder auch die Urlaubspflege bzw. häusliche Pflege – im Rahmen der ambulanten Pflege gibt es eine Menge verschiedener Leistungen, die Pflegedienste, wie etwa der Pflegedienst Hessen-Süd, im Raum Darmstadt anbieten. Wer verschiedene Pflege-Leistungen erbringt, die außerhalb eines Pflegeheims in den Wohnungen der zu pflegenden Personen durchgeführt werden, benötigt dennoch Büroräume. Viele administrative Tätigkeiten lassen sich schließlich nur durchführen, wenn es die äußeren Umstände zulassen. Auch wenn nicht die gesamte Belegschaft daran beteiligt ist, Schichtpläne zu entwerfen, Rechnungen zu verwalten oder Gehaltsabrechnungen vorzunehmen, sollten die Büroräume dennoch genügend Platz bieten, um alle Angestellten unter zu bringen.

Häufig sind deutlich mehr Angestellte in den Räumlichkeiten vor Ort, als eigentlich eingeplant wurde

Fallen Teamsitzungen oder andere Besprechungen an, ist es erforderlich, alle Angestellten in einem Raum zu platzieren. Auch Weihnachtsfeiern oder andere Festlichkeiten können je nach Raumgröße unter Umständen in den eigenen Büroräumlichkeiten abgehalten werden. Nicht zuletzt lässt sich der Tagesablauf im Pflegeberuf nur schwer konkret planen: Terminausfälle sind hier meist genauso an der Tagesordnung wie spontane Termine, die noch eingeschoben werden. Wie lang Außentermine dauern, ist ebenfalls nur schwer vorher zu planen: Auch wenn es vorher festgelegte Zeiten gibt, können Staus, eine „rote Welle“ an Ampeln, plötzliche Autopannen oder auch Zwischenfälle bei den zu pflegenden Personen dazu führen, dass der Tagesablauf mehr oder weniger stark durcheinander gebracht wird. Dass sich deutlich mehr Angestellte auf einmal im Pausenraum befinden, als eigentlich eingeplant war, ist also keine Seltenheit. Dementsprechend sollte der Pausenraum genügend Platz bieten, damit mehrere Personen bequem ihre Mittagspause oder Leerzeiten darin verbringen können.

Ein Pausenraum kommt letztendlich nicht nur dem Pflegepersonal selbst zugute

Wer sich die Frage stellt, inwiefern ein Pausenraum für einen ambulanten Pflegedienst überhaupt von Bedeutung ist und ob sich zugunsten der Kostenersparnis nicht darauf verzichten lässt, wird feststellen, dass eine entsprechende Räumlichkeit nicht zwangsläufig notwendig ist. Nur sofern Sicherheits- oder Gesundheitsgründe, wie etwa Gefährdungen beim Umgang mit biologischen Arbeitsstoffen es erfordern, muss Beschäftigten ein Pausenraum gestellt werden, der als solcher erkennbar ist. Gibt es keine zwingenden Gründe, steht es Arbeitgebern frei, diesen einzurichten. Dennoch: Ein Pausenraum, der speziell als solcher genutzt wird, ist im täglichen Arbeitsalltag häufig nicht nur besonders praktisch, sondern ermöglicht es Mitarbeitern auch, zur Ruhe zu kommen, von zu Hause mitgebrachte Speisen aufzuwärmen oder sich mit Kollegen auszutauschen. Letztendlich hilft ein Pausenraum dabei, Entspannung im hektischen Arbeitsalltag zu finden und so mit neuer Motivation weiterarbeiten zu können. Und das kommt letztendlich allen zugute. Ob ein einfacher Pausenraum genügt oder ein Raum mit angrenzender Küche die bessere Wahl ist, bleibt jedoch jedem selbst überlassen.

Je mehr Angestellte, desto mehr Räume braucht es in der Regel auch

Wie alle Büroräume und der Pausenraum müssen auch die Toiletten beziehungsweise Waschräume abschließbar sein. Je größer das Gebäude und je mehr Angestellte, desto mehr Toiletten braucht es dabei in der Regel auch. Wer seinen Angestellten darüber hinaus die Möglichkeit geben will, zu duschen oder sich anderweitig frisch zu machen, sollte das bei der Wahl des Gebäudes ebenfalls berücksichtigen. Auch Hauswirtschaftsräume mit Waschmaschinen, Trocknern und Wäscheständern, die es der Belegschaft ermöglichen, ihre Arbeitskleidung gegen ein entsprechendes Entgelt im Rahmen der Arbeit zu waschen, sind eine Möglichkeit. Zu beachten ist jedoch, dass die Miete sich in der Regel nach der Größe des gemieteten Objekts richtet.

Große Räumlichkeiten erfordern in vielen Fällen eine spezielle Reinigungskraft, die ins Geld geht

Kleinen Unternehmen mit nur wenigen Angestellten reichen in den meisten Fällen kleine Räumlichkeiten mit einem Büro- und einem Pausenraum sowie Toiletten voll und ganz aus. Dazu kommt, dass entsprechende Räumlichkeiten sauber gehalten werden müssen. Auch hier bleibt abzuwägen, ob sich die Einstellung einer professionellen Reinigungskraft lohnt – je mehr Angestellte, desto höher in der Regel auch die Ausgaben und dazu zählt nun einmal auch eine Reinigungskraft. Allerdings lassen sich die Reinigungsarbeiten bei großen Räumlichkeiten kaum allein bewerkstelligen. Auch wenn Angestellte der Pflege nicht dazu beauftragt werden sollten, Toiletten zu putzen oder den Boden zu wienern, ist das Verteilen von kleinen tagesüblichen Aufgaben durchaus üblich. Dazu zählen beispielsweise das Ein- und Ausräumen der Spülmaschine oder das Gießen der Pflanzen. Wer um das Einstellen einer Reinigungskraft nicht herumkommt, sollte wie bei allen anderen Ausgaben nach Möglichkeit einen Preisvergleich anstellen, um so das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für sich zu finden und nicht mehr Geld auszugeben, als notwendig.

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