Ein neues Angebot macht mentale Gesundheitsversorgung in Startup-Organisationen erstmals ohne Grundgebühr, Onboarding-Aufwand und HR-Struktur zugänglich. Denn: Hoher Druck, lange Arbeitstage, finanzielle Unsicherheit und große Verantwortung bergen hohe psychische Belastungen in jungen Unternehmen. Gleichzeitig nehmen viele Gründende und Mitarbeitende professionelle Unterstützung gar nicht oder erst spät in Anspruch. Instahelp will psychologische Hilfe nun auch für Startups leichter zugänglich machen.

Laut aktuellen Erhebungen berichten 83 Prozent der Gründer von hohem Stress, 54 Prozent haben im vergangenen Jahr einen Burnout erlebt. Doch nur 23 Prozent suchen professionelle Hilfe. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Wer ein Unternehmen aufbaut, hat oft weder Zeit, noch Ressourcen oder Strukturen für klassische Angebote im Bereich mentaler Gesundheit.

„Als Gründer redest du nicht über Erschöpfung, du funktionierst. Dabei ist mentale Gesundheit eine der wichtigsten Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg – darüber wird in der Startup-Welt viel zu wenig offen gesprochen”, sagt Florian Gschwandtner, Mitgründer von Runtastic und eine der bekanntesten Stimmen der österreichischen Startup-Szene.

Strukturelles Problem, messbare Folgen

Die Belastung in jungen Unternehmen ist häufig strukturell bedingt. In einer aktuellen Studie eines Startup-Bundesverbandes und der Techniker Krankenkasse sehen 68 Prozent der Gründenden eine hohe Arbeitsdichte als konkretes Gesundheitsrisiko, 62 Prozent nennen berufliche Unsicherheit als wesentlichen Stressfaktor. Hinzu kommen ständige Erreichbarkeit, Finanzierungsdruck und die Tatsache, dass in kleinen Teams der Ausfall einzelner Personen oft direkte Folgen für das gesamte Unternehmen hat.

„Mentale Gesundheitsförderung darf kein Luxus sein, den sich nur große, etablierte Unternehmen leisten können. Gerade in der Gründungsphase, wo viel auf dem Spiel steht und Ressourcen knapp sind, brauchen Menschen Unterstützung“, sagt Dr. Bernadette Frech, CEO von Instahelp. „Genau hier wollen wir mit einem Angebot ansetzen, das sich an die Realität junger Unternehmen anpasst und nicht umgekehrt.“

Psychologische Unterstützung passend zur Startup-Realität

Das neue Konzept richtet sich konkret an Startups, für die klassische betriebliche Gesundheitsangebote oft zu aufwändig oder zu teuer sind. Das Angebot kann eigenständig online abgeschlossen werden, kommt ohne klassisches Onboarding aus und ist 2026 ohne Grundgebühr verfügbar. Beratungseinheiten werden flexibel aufgeladen, bei einer Mindestabnahme von zehn Einheiten. Mitarbeitende können die psychologische Online-Beratung vertraulich und ortsunabhängig nutzen – auch abends und an Wochenenden.

Instahelp kennt die Dynamik früher Wachstumsphasen aus der eigenen Historie: Das Unternehmen wurde 2015 in Graz gegründet und hat sich vom Startup zu einer etablierten Scale-up-Plattform entwickelt. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, ein Angebot für Organisationen zu schaffen, in denen der Zugang zu mentaler Gesundheitsversorgung bisher oft an fehlenden Strukturen, knappen Budgets oder hohem internen Aufwand gescheitert ist. Das Angebot richtet sich auch an Vereine, NGOs und KMUs.

„In der Startup-Welt reden wir viel über Resilienz, aber zu wenig darüber, was Menschen wirklich brauchen, um langfristig leistungsfähig zu bleiben“, sagt René Berger, Mercedes AMG Board Member, Investor und Co-Founder von Instahelp. „Niedrigschwellige psychologische Unterstützung ist ein essenzielles Investment in die wichtigste Ressource jedes Unternehmens: die Menschen dahinter.“

Bild: Florian Gschwandtner und Dr. Bernadette Frech, Quelle: Instahelp