Im Januar wurden zwei neue DiGA im Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gelistet: Vera und Oviva. Im Februar kamen Axia und Inka hinzu, nun können insgesamt 61 Apps auf Rezept verschrieben werden. Die DiGA Liste verändert sich ständig, wir berichten immer aktuell über Neuzugänge. Manche DiGA wechseln von der vorläufigen Aufnahme zur dauerhaften. Den letzten „Dauerzugang“ schaffte die App Glucura (Diabetes Typ 2), die bis Anfang Februar nur vorläufig gelistet war.
Oviva Direkt Bluthochdruck ist eine App-basierte, leitliniengerechte Therapie für Menschen mit Bluthochdruck. Als Lebensstilintervention bildet sie die Grundlage der Behandlung und kann therapiebegleitend angewendet werden. Eine gleichzeitige Anwendung von Medikamenten ist möglich und kann individuell konfiguriert werden.
Die Vera-App (Endo-Health GmbH) ist als Medizinprodukt der Risikoklasse 1 zugelassen. Die Anwendung unterstützt Patientinnen mit Wechseljahres-Beschwerden durch evidenzbasierte und leitlinienkonforme Inhalte sowie Methoden und Übungen der multimodalen Behandlung von Wechseljahres-Beschwerde, wenn keine Hormone genommen werden. Die App vermittelt Selbstmanagement-Strategien und kann im Rahmen der Tertiären Prävention einer weiteren Verschlechterung der Symptome und Lebensqualität vorbeugen.
Inka (Nextec) wirkt der überaktiven Blase (OAB) entgegen. Die App zielt darauf ab, häufigen Harndrang und/oder Inkontinenz durch eine Vielzahl von personalisierten Therapieinhalten und Motivationselementen zu unterstützen. Auch ein medizinisch erprobtes Beckenboden-Trainings-Programm mit Text- und Video-Anleitungen gehört dazu. Bei akuten Harndrang-Episoden stellt die therapiebegleitende App einen schnellen Zugang zu Ablenkungsmethoden (z.B. kognitive Übungen und gezielte Muskelanspannungstechniken) bereit.
Axia (Applimeda) hilft Menschen mit axialer Spondyloarthritis (axSpA) – einer entzündlichen Erkrankung der Gelenke vor allem an der Wirbelsäule. Die spielerisch gestaltete App leitet Betroffene zur leitliniengerechten, axSpA-spezifischen Bewegungstherapie an und motiviert, dauerhaft am Ball zu bleiben. Darüber hinaus erleichtert sie das Krankheitsmanagement durch edukative Inhalte, Erinnerungen und Dokumentationsfunktionen, als sinnvolle Ergänzung zur medikamentösen Behandlung.