Technologie-Startups überzeugen im Businessplan Wettbewerb Nordbayern

BayStartUP kürt die fünf stärksten Start-ups aus Phase 2 im Businessplan Wettbewerb Nordbayern, die Sieger kommen aus Bayreuth, Würzburg, Erlangen und Fürth. Die Gründerteams entwickeln innovative Lösungen für die Bereiche Nanotechnologie, IKT, Medizin- und Umwelttechnik. Platz 1 belegt das Startup inContAlert, das Inkontinenzpatienten mittels Sensortechnologie diskret auf einen kritischen Blasenfüllstand hinweist. Der zweite Platz geht an NanoStruct: Das Team entwickelt innovative Biosensoren für ein Analyseverfahren der Raman-Spektroskopie. Magnetic Water Cleaning auf Platz 3 entfernt durch magnetische Partikel organische Verunreinigungen wie Erdöl oder Nanoplastik aus Wasser. Platz 4 geht an Cado Medical Solutions mit ihrem Produkt zur Beseitigung von Blockaden in Blasenkathetern, Platz 5 an das Elektronik- und Software-Startup PCB Arts. Neben ausführlichem Expertenfeedback auf alle Einsendungen erhielten die Sieger zusätzlich Geldprämien.


1. Platz: inContAlert aus Bayreuth
inContAlert ist ein Wearable zum Überwachen des Blasenfüllstands, das Inkontinenzpatienten dabei hilft, wieder ein unbeschwertes Leben zu führen. Der nicht-invasive Sensor ermittelt den Füllstand, meldet dies an Smartphone oder Smartwatch und verhindert so unkontrollierten Urinverlust. Damit können Patienten den Hilfsmittelverbrauch (Katheter, Windeln etc.) und vor allem Folgeschäden (beispielsweise an den Nieren) reduzieren. Dies senkt Kosten insbesondere auf Seiten von Krankenhäusern und -kassen und unterstützt Betroffene dabei, ihre Lebensqualität substanziell zu steigern.

2. Platz: NanoStruct aus Würzburg
NanoStruct entwickelt innovative Biosensoren für das Analyseverfahren der Raman-Spektroskopie „SERS“, um dessen industrielle Anwendung zu etablieren. SERS (Surface-Enhanced Raman Spectroscopy) erlaubt es, kleinste Rückstände bestimmter Substanzen, wie etwa Schadstoffe, Sprengstoffe oder Viren, eindeutig zu identifizieren, muss jedoch häufig justiert werden. Die NanoStruct Biosensoren basieren auf hochpräzisen Nanostrukturen, die aufgrund ihrer Genauigkeit eine bisher nicht erreichbare Verlässlichkeit des Verfahrens versprechen. Somit soll ein jahrzehntelanges Problem von SERS gelöst werden, um eine höhere Effizienz des Analyseprozesses zu erreichen.

3. Platz: Magnetic Water Cleaning aus Erlangen
Magnetic Water Cleaning nutzt eigens entwickelte preiswerte und ungiftige „superparamagnetische“ Nanopartikel zur nachhaltigen Wasserreinigung. Die Partikel interagieren bevorzugt mit organischen Kontaminationen wie z. B. Kohlenwasserstoffen (u. a. Erdöl) sowie Mikro- und Nanoplastik. Sie verbinden sich mit den Schadstoffen und können dann mit einem magnetischen Feld aus dem Wasser entfernt werden. Eine Anwendung ist in Erdölförderanlagen und Klärwerken geplant.

4. Platz: Cado Medical Solutions aus Erlangen
Cado Medical Solutions entwickelt ein Produkt zur Beseitigung von Blockaden in Blasenkathetern bei pflegebedürftigen Patienten. Diese häufigen medizinischen Notfälle verursachen für die betroffenen Patienten oft starke Schmerzen bis hin zu lebensbedrohlichen Komplikationen. Nur aufwändige, kostenintensive Transporte und Katheterwechsel in Kliniken oder Praxen können den Urinstau heute beheben. Mit Hilfe des Cado-Systems kann dies in nur wenigen Minuten vom Patienten selbst oder vom Personal in Pflegeheimen gelöst werden. Das Produkt steigert Komfort und Sicherheit von Patienten bei reduzierten Kosten für das Gesundheitssystem.

5. Platz: PCB Arts aus Fürth
Zur Optimierung elektronischer Systeme wird zunehmend Rechenleistung an den Ort des Geschehens (the Edge) verlagert. Dies gilt auch vermehrt für KI-Systeme unterschiedlichster Anwendungen wie z. B. autonomes Fahren oder der Bildverarbeitung, für die heute jedoch primär individuelle Hardware-Lösungen entwickelt werden müssen. PCB Arts hat hier das standardisierte Baukastensystem „Mule“ entwickelt, das die Recheneinheiten des Marktführers Nvidia integriert. Für den Kunden bietet das modulare und konfigurierbare „Mule“ die massive Reduzierung der Entwicklungszeit der Baugruppen um 90 Prozent, eine Kosteneinsparung von rund 70 Prozent und ist für verschiedenste Anwendungen einsetzbar.

Quelle: BayStartUp GmbH

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