DiGA-News

Die digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) oder auch Apps auch Rezept bleiben ein umstrittenes Thema. Auch wenn das Ausland – in diesem Jahr sogar das Publikum der globalen Gesundheits-IT-Veranstaltung HIMSS, die im März in Orlando tagte, auf Deutschland schauend über so viel Innovation staunte – so sind die Anwendungen, ihre Namen oder die Verschreibungsmöglichkeiten noch längst nicht überall bekannt.

Aktuell wurde eine weitere App auf Rezept dauerhaft gelistet. Die fünfte HelloBetter Anwendung „Panik“ ist ein interaktives psychologisches Therapieprogramm bei Panikstörungen und Agraphobien. Der 12-Wochen-Online-Kurs umfasst Psychoedukation, Konfrontation mit Reizen, Symptom-Checks, Entspannungsübungen, Tagebuch und Begleit-App.

Daneben gibt es eine neue vorläufig aufgenommene Anwendung im Diabetes-Management. Sie kommt aus Tschechien und heisst Vitadio. Über einen multimodalen Therapieansatz sollen Erkrankte ein besseres Selbstmanagement mit guter Diabeteskontrolle erreichen. Ein Lehrgang leitet zu einem gesunden Lebensstil an, persönliche Kommunikation mit Berater:innen und einer Peer-Support-Gruppe rundet die Lösung ab.

Die vorläufig aufgenommenen Apps Mika (bei Krebs) und M-Sense Migräne wurden zurückgezogen. Einige Anbieter haben umfangreiche Preisverhandlungen und Schiedsstellenverhandlungen hinter sich. Eine Anwendung ist beispielsweise ist um die Hälfte preiswerter geworden, andere Ergebnisse stehen noch aus.

Selfapy konnte die erste von ihren drei Apps, den Online-Kurs bei Depression, dauerhaft im Verzeichnis etablieren. Das Verzeichnis umfasst aktuell 31 Anwendungen, es gab schon mal 33. Einsehen kann man die aktuell verschreibbaren Apps am besten direkt hier beim Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte BfArM.

Gespannt erwartet die Digitalszene, wie es in diesem Bereich, aber auch bei den Themen e-Rezept, ePA, eAU usw. weiter geht. Gesundheitsminister Lauterbach scheint ja eine andere Richtung einzuschlagen als sein Vorgänger Jens Spahn.

Hoffentlich setzt sich durch, was Patient:innen brauchen und wünschen …

 

Bitte teile diesen Artikel, wenn er dir gefällt:
0

Vielleicht gefällt dir auch...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.