Von 100 deutschen Startups – unterstützt durch die Startup-Factories sowie UnternehmerTUM – haben es zehn junge Unternehmen ins Finale der ODDO BHF Young Entrepreneurs Awards (OYEA) geschafft und dort eine hochkarätige Jury aus Business-Angels und hochrangigen Wirtschaftsführern überzeugt. In Juni wurden sie vor etwa 400 geladenen Gästen in Frankfurt am Main gekürt.

OYEA-Jurymitglied Philippe Oddo, geschäftsführender Gesellschafter und Vorstandsvorsitzender der ODDO BHF Gruppe, betonte bei seiner Begrüßungsrede: „Erfolg ist kein Zufall. Wir alle sind aufgerufen, ein starkes Ökosystem für Startups in Deutschland, Frankreich und Europa zu schaffen. Mit den OYEA-Awards möchten wir zur Förderung der Startups aktiv beitragen und nicht nur herausragende Leistungen anerkennen, sondern die Startups auch ein Stück auf ihrem Weg begleiten. Ich bin überzeugt, dass es gerade die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer sind, die mit ihren Ideen die Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft entwickeln.“

Insgesamt wurden vier Awards vergeben:
Der mit 20.000 Euro dotierte Jury‘s Award geht an Linque aus München. Linque ist ein Deep-Tech-Startup, das energieeffiziente photonische Chips entwickelt, um Cloud-  und KI- Infrastrukturen für nächste Generationen von Algorithmen schneller, skalierbarer und nachhaltiger zu machen. „Linque entwickelt photonische Hardware, die Licht statt Elektronen für die Datenverarbeitung nutzt und so KI- und Cloud-Infrastrukturen deutlich schneller und energieeffizienter macht als klassische Chip-Architekturen“, sagt Gründer Dr. Samarth Vadia von Linque.

Vivalyx aus Köln erhält den mit 10.000 Euro dotierten Purpose and Impact Award. Vivalyx ist ein Med-Tech-Unternehmen, das eine neuartige, synthetische und blutfreie Lösung zur Erhaltung und Revitalisierung von Spenderorganen entwickelt. „Mit unserer patentierten, blutfreien Perfusionslösung adressieren wir einen der zentralen Engpässe in der Transplantationsmedizin – die Organerhaltung – und schaffen die Grundlage dafür, mehr Spenderorgane in besserer Qualität für Patientinnen und Patienten verfügbar zu machen“, erläutert Vivalyx Gründer Dr. Andreas Schumacher.

Das Hamburger Startup VitaSeq ist Sieger des ebenfalls mit 10.000 Euro dotierten Innovation and Disruption Awards. VitaSeq GmbH ist ein Biotech-Startup, das präventive Diagnostik entwickelt, indem es frühe molekulare und epigenetische Veränderungen analysiert, um Krankheitsrisiken lange vor dem Auftreten klinischer Symptome zu erkennen. „Wir entwickeln präventive Diagnostikansätze, indem wir die biologischen Signale entschlüsseln, die Krankheiten lange vor ihrem Ausbruch ankündigen und eine frühzeitige Risikobewertung ermöglichen“, sagt Mit-Gründerin und CEO Dr. Sanaz Bahari Javan von VitaSeq.

Der vom Publikum am Abend direkt gewählte People’s Choice Award (10.000 Euro) geht an Histomography aus Göttingen. Histomography macht biologische Gewebeproben erstmals schnell, zerstörungsfrei und automatisiert in 3-D sichtbar. Die Technologie erweitert die klassische Gewebeanalyse (Histologie) um eine digitale dritte Dimension und ermöglicht so bessere Forschung, präzisere Diagnosen und wirksamere Therapien. „Krankheiten sind dreidimensional. Diagnosen in der Pathologie und Entscheidungen in der Medikamentenentwicklung basieren jedoch bis heute meist auf zweidimensionalen Gewebeschnitten. Wir machen die dritte Dimension für Forschung und Medizin nutzbar und helfen damit langfristig, Krankheiten besser zu verstehen und präziser zu behandeln“, sagt Dr. Matthias Bartels, CEO von Histomography.