Xpomet – Next Generation Healthcare Festival in Berlin

Die XPOMET Medicinale führt als Festival der Medizin und Zukunft alle zusammen, die eine nachhaltig bessere Gesundheitsversorgung voranbringen wollen. Umrahmt wird die inhaltsstarke internationale Veranstaltung im Oktober in Berlin – mit ihren hochkarätigen Sprechern, eindrucksvollen Showcases, praxisnahen Workshops und Health Hackathon – von inspirierenden Kunst- und Musik-Performances.

Unsere Auftakt-Pressekonferenz zeigte branchenrelevante Sprecher, die auch mit Keynotes auf dem Abend-Event präsent waren, mit Wissensvermittlung, starken Meinungen und tollem Networking sowie peppigen Performances.

Statement Dipl.-Ing. Ulrich Pieper, Experte in der Gesundheitsbranche und Gründer + Macher der XPOMET: “XPOMET Medicinale – Festival und Plattform für ‘360° Next-Generation Healthcare’”:

Die Medizin der Zukunft ist vernetzt. Auch dank XPOMET Medicinale

Interdisziplinär und intersektoral – die Medizin und die Pflege der Zukunft sind vernetzt. Und die Gesundheitsversorgung wird präziser, dank Big Data, Künstlicher Intelligenz und Robotik. Molekulare Diagnostik und Genomik ermöglichen eine stärkere Individualisierung und damit höhere Erfolgsaussichten für Therapien. Mitarbeitende in Medizin, Pflege und Verwaltung werden von Routinearbeiten entlastet. Auf Basis orts- und zeitunabhängiger Patientendaten und umfassender Wissenssysteme treffen sie die geeigneten Behandlungsentscheidungen – und zwar gemeinsam mit besser informierten Patienten. Die Beziehungen zwischen Leistungserbringern und Patienten ändern sich grundlegend.

Pro und contra Transformation

Die Versprechungen der neuen Ansätze für Praxis, Forschung und Entwicklung sowie Studium und Weiterbildung sind groß. Gravierend sind aber auch die Vorbehalte gegenüber den Innovationen, etwa bezüglich Datenschutz und dem Wegfall von Arbeitsstellen. Hier setzt die XPOMET Medicinale an.

Unser Festival der Zukunft in Medizin und Pflege hat hoch gesteckte Ziele: Es will Mitarbeitenden aus den Gesundheitsberufen die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Technologien vermitteln. Es will diese Zielgruppen dazu motivieren, diese Entwicklungen aktiv mitzugestalten. Wie schafft das Festival das?

Das erwartet die Gesundheits-Profis

Starke Vorträge international branchenbekannter Referenten, Workshops und Think Tanks und Showcases – so erleben die Teilnehmer, wie neue Methoden, Versorgungs- und Geschäftsmodelle und Partnerschaften in Medizin, Pflege und Life Sciences die Gesundheitsversorgung revolutionieren. Ein Healthcare-Hackathon bietet Informatikern, Ingenieuren, Medizinern, Patienten und weiteren Berufsgruppen die Plattform zur Erarbeitung völlig neuer Konzepte und Lösungen. DJs, Musiker und Kunstperformances schaffen ein Ambiente, das die Teilnehmer dazu motiviert, sich diesen neuen Ansätzen gegenüber gedanklich zu öffnen. Das gesamte Gelände der avantgardistischen Arena Berlin steht Mitte Oktober 2019 ganz im Zeichen der Zukunft der Medizin.

Die Öffentlichkeit ist einbezogen

Der dritte Tag der XPOMET Medicinale öffnet sich den Patienten und ihren Angehörigen. Er ermöglicht es ihnen, sich zu informieren und mit Experten sowie anderen Betroffenen Gedanken auszutauschen – oder auch Ideen für Prävention und ein gesünderes Leben zu entwickeln.

Einladung

Wir alle sind verantwortlich für eine bessere Zukunft der Medizin und Pflege. Nehmen wir die Transformation in die Hand. Visionäre und Praktiker zeigen auf der XPOMET Medicinale, wie das geht. Vernetzen Sie sich!

Statement Bart de Witte, Gründer, HIPPO AI Foundation, Keynote Speaker, Referent und Berater – Strategy & Investment Consulting:

Künstlich intelligente Medizin – zwischen Datenkolonialismus und KI für den sozialen Fortschritt

„Whitewashing“, Reinwaschen – aus dem Blickwinkel der Ethik lässt sich so zusammenfassen, wie Google und weitere Internetriesen große Datenmengen für Zwecke der Künstlichen Intelligenz (KI) „zum Gemeinwohl“ nutzen. Der Hintergrund: KI hebt als Technologie mit dem größten Hebel für Transformation ungekannte Potenziale in der Medizin. Sie erleichtert den Zugang zu Diagnostik und Therapie und bringt so enorme Vorteile für das Gemeinwohl. Wenn wir eine Privatisierung der medizinischen KI zulassen, riskieren wir, zur „dümmsten“ Generation seit Gutenbergs Erfindung zu werden.

Ein Beispiel bietet das Projekt von Google zur Erkennung der diabetischen Retinopathie im indischen Aravind Eye Hospital. Patienten werden hier untersucht und bekommen Zugang zu medizinischem Expertenwissen, das nicht weit verbreitet ist in Indien. An sich klingt das zuerst einmal gut, weil die Bevölkerung diesen Zugang erhält. Betrachtet man dieses Model aber genauer, wirft dieses typische Geschäftsmodell viele ethische Fragen auf. Zuerst einmal hat der Patient keine andere Wahl, keine Kontrolle über seine Daten. Google-Health-Projekte mit dem englischen NHS haben gezeigt, dass Google persönliche Daten nutzt und weiter verwertet.

Das Sammeln und Analysieren großer Mengen an persönlichen Daten sind nicht eine natürliche Form sozialer Wissenssammlung, sondern vielmehr eine kommerziell getriebene Aktivität, die von privatwirtschaftlichen bzw. regierungsseitigen Interessen getrieben wird. So hat der Londoner Medienprofessor Nick Couldry kürzlich einen exzellenten Artikel über Datenkolonialismus verfasst. Einer seiner Kernsätze lautet: “So wie der Kolonialismus der Industrialisierung den Weg bereitete, bereitet der Datenkolonialismus heute den Boden für eine neue Stufe des Kapitalismus, deren Eigenschaften wir bislang nur unscharf erkennen – die Unterwerfung des Lebens dem Kapitalismus ohne Grenzen. Kein Teil des menschlichen Lebens, keine Ebene unserer Existenz wird sich der Nutzung für kommerzielle Interessen entziehen können. Die menschliche Existenz wird dem Datenschürfen durch Unternehmen ausgesetzt, und die Regierungen schauen wohlwollend zu. Dieser Trend zum allumfassenden Kapitalismus schafft die Basis für ein Sozial-Arrangement mit hohen Ungleichheiten – für eine Sozialordnung, die äußerst unvereinbar ist mit menschlicher Freiheit und Autonomie“.

Und der US-Menschenrechtler Nathaniel Raymond formulierte zur KI in der Medizin „Wir finden uns in einem menschlichen Experiment, dem wir nicht zugestimmt haben – mit den schutzbedürftigsten Menschen zum schlimmsten Zeitpunkt ihres Lebens“. Seine Beschreibung passt zu den beschriebenen Aktivitäten von Google Verily in Indien. Raymond: Hier oktroyiert eine soziale Gruppe den anderen ungleiche, oft außerrechtliche Machtverhältnisse.“

Bei der ethischen Diskussion sollten wir das Thema Datenmonetarisierung und Wissensprivatisierung stärker in den Vordergrund stellen. Die aktuellen Entwicklungen führen zu weiteren Informationsasymmetrien und mittel- bis langfristig zu einer Welt, in der Ungleichheiten innerhalb der Bevölkerung weiterhin zunehmen.

Statement Dr. Michael von Blanquet, Chairman XPOMET Medical Board und Gründer SUENJHAID! The Health Captains:

SUENJHAID! The Health Captains – Navigating Medicine 4.0

SÜNJHAID! bedeutet auf Fering, der Sprache der Insel-Nordfriesen von Föhr, „Gesundheit!“ Dies ist der Kern des hiernach benannten multiprofessionellen, multisektoralen, multi-Stakeholder- und „silofreien“ Think-Tanks und Leadership-Netzwerks zum Strukturwandel der Gesundheitswirtschaft. Gesundheit ist eine Verantwortung der gesamten Gesellschaft – und wird laut dem Zukunftsforscher Leo A. Nefiodow zum treibenden Faktor für die Wirtschaft. Indikatoren sprechen dafür, dass der sechste lange Konjunkturzyklus – der „sechste Kondratieff“ – im 21. Jahrhundert Träger einer langen Phase der Prosperität sein wird. Im Zentrum steht hier die Gesundheit im ganzheitlichen Sinne – körperlich, seelisch, geistig, ökologisch und sozial. Bereits heute wird dieser Megatrend durch die neuen molekularen und digitalen Basistechnologien zusätzlich angetrieben.

Im Jahr 2002 gründete ich auf der Seefahrerinsel Föhr SÜNJHAID! – nach dem Vorbild der dortigen not-for-Profit-Navigationsschulen des 16. bis 18. Jahrhunderts, die über 2200 Kapitäne hervorbrachten. Die Mission dieser Gründung ist es, eine „International Leadership Academy for Health Captains“ für eine nachhaltige Gesundheitswirtschaft auf der Insel einzurichten. SÜNJHAID! bezieht sich ferner auf die Schule und den Eid des Hippokrates mit der Insel Kos als historische Wiege unserer abendländischen Medizin.

In meinem Zukunftsentwurf für die Gesundheitsversorgung steht ein „patientenzentriertes Navigationssystem für die Medizin 4.0“ im Mittelpunkt, mit meiner Vision: „The Patient will be the CEO of his Health“.

Quelle: Xpomet

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