Medizinmesse Medica: künftig Startup-Rampe?

Die deutschen Medizintechnik-Hersteller profitieren von der Digitalisierung in der Medizin. So rechneten die im Branchenverband Spectaris organisierten Unternehmen für das vergangene und das aktuelle Jahr mit einem Wachstum von jeweils fünf Prozent. Eine Haupttriebfeder sieht der Verband in der Digitalisierung – und dieser Mega-Trend kann international beobachtet werden. Davon profitieren nicht nur große Unternehmen, sondern weltweit auch Startups. So soll sich die Medica in Düsseldorf verstärkt zum Hotspot für innovative junge Unternehmen entwickeln.

So präsentieren sich täglich neue Startups unter dem Motto `Medica disrupt´ in Halle 15. Sie stellen Lösungen für die Behandlung von Hautkrebs, von chronischen Krankheiten, für das Telemonitoring bis hin zum Tracking von Vitalparametern und Aktivität vor. Auch im Startup Park und in den Gemeinschaftsständen insbesondere von Frankreich, Israel und Finnland finden sich spannende Startups. Viele bieten Lösungen für die Prävention und Therapie schwerwiegender Erkrankungen.

  • Das Start-up Magnosco aus Berlin wird seine Methode zur Hautkrebsfrüherkennung mittels Laser vorstellen (auf unserer Webseite unter Startups von A-Z zu finden).
  • Das `smart cot´ ist ein digitalisiertes Gitterbett aus London – mit eingebauter Kamera für die Beobachtung durch die Eltern und Sensoren, die das Gewicht des Kindes und dessen Körpertemperatur messen.
  • Sogar das Stethoskop wird digital und vernetzt – und auch für Eltern nutzbar. `StethoMe´ ist ein schnurloses Stethoskop, mit dem selbst Laien Lunge und Herz ihrer Kinder untersuchen können.
  • Eine smarte Inhalator-Applikation für Asthma-Patienten bietet`FindAir ONE´aus Polen. Diese sammelt Informationen über die inhalierte Arzneimittel-Dosis und die Umwelt-Bedingungen.
  • Das australische Start-up Rapid Response Revival möchte mir `CellAED LifeSaver´ die AED revolutionieren. Das smartphonegroße Gerät nimmt Kontakt zum Notfalldienst auf und sendet die GPS-Koordinaten. Es stellt fest, ob der Herzrhythmus auf einen Infarkt hinweist und teilt mit, was zu tun ist.
  • Der finnische`Spektikor Rapida Indicator´ ist ggf. der kleinste portable Herzschlag-Indikator der Welt – er funktioniert in Bewegung, im Dunklen und in einer lauten Umgebung, beispielsweise bei Verkehrsunfällen.

Während des Messe wird zum siebten Mal der Live-Wettbewerb um die beste Health-App-Lösung ausgetragen, die Medica App Competition. Unter allen bis zum 30. September 2018 eingegangenen Bewerbungen wählt eine Experten-Jury zehn Startups aus, die sich dann mit ihrer App-Lösung für den Einsatz im Patienten-, Arzt- und Klinikalltag live präsentieren dürfen. Auch die Entscheiderfabrik bietet einen Startup-Pitch, der im Rahmen des Krankenhaustages am Donnerstag stattfindet – die Bewerbungen hierzu sind bereits abgeschlossen.

 

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