Healthcare Startup

northh medical GmbH

Bis zu 30% der Herzfehler-Diagnosen, je nach Herzfehler, unterscheiden sich bei der pre- und postnatalen Untersuchung. Wir haben ein MRT-taugliches Doppler-Ultraschallgerät entwickelt, dass es ermöglicht, hochauflösende MRT-Bilder von fetalen Herzen zu machen. Letzte Woche (Anm. der Redaktion: Textveröffentlichung 1.10.2017) wurde mit Hilfe eines unserer Prototypen eine vermeintliche Herzfehler-Diagnose durch MRT-Bildgebung auf „normal“ geändert. Die northh medical GmbH ist ein neu gegründetes Medizintechnikunternehmen  (Gründung im Juli 2017), welches vom „Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: EXIST Forschungstransfer“ gefördert wird. Das Unternehmensziel ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Medizinprodukten mit dem Fokus der Herz- und Gefäßbildgebung von Ungeborenen in der Magnetresonanztomographie (MRT). Die fetale Diagnose von Herzfehlern kann zum heutigen Stand der Technik nur mit Ultraschall stattfinden, wobei bis zu 30% aller Diagnosen fehlerhaft sind. Um eine wesentliche Verbesserung herbeizuführen ist eine zweite bildgebende Modalität notwendig. Die MRT Bildgebung des erwachsenen Herzens ist in der klinischen Routine etabliert und ist ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik. Bis heute ist allerdings die fetale Herz- und Gefäßbildgebung im MRT nicht möglich, da die MRT Bildgebung mit dem Herzschlag synchronisiert werden muss.
Das northh-medical Entwicklungsteam (4 Ingenieure), unterstützt durch Gynäkologen, Radiologen und Kardiologen, hat zur Verbesserung der pränatalen Diagnostik die sMaRT-sync Technologie entwickelt und ermöglicht dadurch einen wichtigen Baustein zur proaktiven Therapieplanung. sMaRT-sync ist ein weltweit einzigartiges elektronisches Medizinprodukt, welches erstmals die zeitliche Abstimmung der Herzaktion von ungeborenen Kindern mit dem MRT  und damit MRT Untersuchungen des fetalen Herzens ermöglicht. Die Einzigartigkeit der sMaRT-sync Technologie ermöglicht es, die MRT Bildgebung zur Erkennung von angeborenen Herzfehlern als komplementäre Diagnosemethodik neben der Ultraschalldiagnostik in die klinische Routine zu übernehmen. Diese Technologie wird bereits von namenhaften internationalen MRT Forschungszentren (UKE Eppendorf, Hamburg, Erwin L. Hahn Institute, Essen, Medical University Hospital, Lund, Harvard Medical School, Boston) für klinische Studien genutzt.

Unser Geschäftsmodell ist der Verkauf der Geräte an Kliniken. Wir stehen kurz vor der Industrialisierung und haben bereits einige Prototypen an ausgewählte Partner ausgeliefert. Unter anderem gehört das Boston Children’s Hospital, eines der größten Kinderkrankenhäuser der USA, dazu.

 

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