Philipp Rückert von Wisephants im Interview: Ich verändere gerne Dinge und habe noch viele Ideen

Mit seinem Startup Wisephants steht Philipp Rückert (XING-Profil) noch ganz am Anfang. Auf seinem Portal www.wisephants.com will er Medizinstudierende mit Kliniken und Praxen zusammenbringen, und gleichzeitig wertvollen Content für werdende Ärzte bereitstellen. Im Interview mit healthcare-startups.de berichtet er, was genau er mit Wisephants vorhat.

Screenshot www.wisephants.com

Philipp, du studierst selbst Medizin in Würzburg und baust nun mit Wisephants eine Plattform für Medizinstudierende auf. Was ist deine Motivation?

„Genau, ich studiere jetzt im 6. Semester Humanmedizin in Würzburg. Zunächst wollte ich nichts anderes als einen Blog anfangen, in dem ich Erfahrungen und Zusammenfassungen an andere weitergeben wollte. Während des Medizinstudiums muss man viel Zeit für das Erstellen von Zusammenfassungen aufbringen. Zudem weiß man zu Beginn jedes Semesters noch gar nicht, mit welchen Quellen man die einzelnen Fächer nun lernen soll? Somit braucht man viel Zeit, bevor man letztlich ins Lernen so richtig einsteigen kann. Deswegen stellte sich mir die Frage: Warum kann man diese Schritte nicht verkürzen und mehr Freizeit haben?

Mein Ziel und meine Motivation ist es, eine coole Informationsseite für das Medizinstudium aufzubauen, die eine Art nützlicher Mentor sein soll!“

Wie bekommst du dein Studium und dein Startup unter einen Hut?

„Das Medizinstudium ist ein sehr zeitaufwendiges und anstrengendes Studium. Nichtsdestotrotz pflegen viele neben dem Studium noch Ihre Hobbys. Wenn man das so sehen will, ist der Aufbau eines Portals für Mediziner mein Hobby ;)“

Wisephants ist Informationsportal und Stellenbörse – wie soll und kann beides zusammen funktionieren?

„Während der Studienzeit fehlen einem die Informationen, was es in Deutschland alles an Famulatur- oder PJ-Möglichkeiten gibt. Nicht jeder wird später an der Uniklinik, wo er ausgebildet wird, auch arbeiten. Welche Kliniken es überhaupt gibt, findet man erst heraus, wenn man sich nach dem Studium aktiv nach einem Arbeitsplatz umschauen muss. Das ist meiner Meinung nach zu spät. Kliniken müssen interessante Angebote für Studenten schaffen und bewusst auf diese zugehen. Davon erhoffe ich mir, dass man schon während des Medizinstudiums Kontakte knüpfen kann, die für die spätere Laufbahn als Arzt interessant sein könnten.“

In welcher Phase befindest du dich mit deinem Startup, und woran arbeitest du aktuell?

„Ganz klar in der Startup-Phase. So in der Form gibt es das Startup erst seit etwas über drei Monaten und hat mittlerweile ca. 3500 Medizinstudenten im Newsletter. Gerade arbeite ich am Feinschliff der neuen Website und überlegen mir, wie man die Website weiterentwickeln könnte.“

Was passiert mit Wisephants in den nächsten zwölf Monaten, was in den nächsten fünf Jahren?

„Eine schwierige Frage. Ich möchte mehr Zusammenfassungen und Tipps hochladen. Das Erstellen der Website hat ordentlich Zeit gefressen. Man muss sich nämlich mit jedem Detail beschäftigen: Größe der Überschrift, Gestaltung der Navigation, Farben, Aussehen von Buttons,etc… Nun ist das größtenteils abgeschlossen, so bleibt mehr Zeit für die Inhalte!

Wie Wisephants in fünf Jahren aussehen wird, weiß ich nicht … Anders als jetzt. Ich verändere gerne Dinge und habe noch viele Ideen!“

Was ist deine nächste große Challenge? Und wer könnte dir dabei helfen, sie zu bewältigen?

„Begeisterte Leute zu finden, die einen langfristig beim Projekt unterstützen wollen. Auch wenn die Startup-Kultur schon längst in Deutschland angekommen ist, ist es sehr selten, dass Medizinstudenten neben ihrem Studium ein Projekt starten, das nicht ‚Doktorarbeit‘ heißt.“

Vielen Dank für deine Antworten!


Schau dir Wisephants genauer an: wisephants.com | Facebook | Twitter

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Johannes Bittner

Johannes Bittner

Johannes ist Arzt und Sozialunternehmer. Durch die Gründung der Übersetzungsplattform für medizinische Befunde washabich.de hat er seine Liebe für Healthcare Startups entdeckt. Seine Vision ist die effiziente Fusion von konventionellem Gesundheitswesen und Digital Health.

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