Diese sieben Typen von Gesundheits-Apps gibt es

Im Rahmen einer Studie hat die Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit den Digital-Health-Experten Karsten Knöppler (XING-Profil) und Tobias Neisecke (XING-Profil) eine systematische Analyse digitaler Gesundheitsanwendungen vorgenommen. In diesem Kontext ist ein Klassifikations-Verfahren für Gesundheits-Apps entstanden, das auch eine Überprüfung der Apps in Hinblick auf deren Relevanz erlaubt.

Typologie von Gesundheits-Apps (Quelle: Bertelsmann-Stiftung)

Diesen sieben Anwendungs-Typen lassen sich Gesundheits-Apps zuordnen. Quelle: Bertelsmann Stiftung

Die Typologie der Gesundheits-Apps beschreibt folgende Anwendungen:

  1. Apps, durch die eine Stärkung der Gesundheitskompetenz der Patienten erfolgt
  2. Apps, die analysieren und im Ergebnis Erkenntnisse schaffen
  3. Apps, die Selbstwirksamkeit, Adhärenz und Sicherheit fördern (indirekte Intervention)
  4. Apps, die durch direkte Intervention Fähigkeiten und Verhaltensweisen verändern
  5. Apps, durch die eine Dokumentation der Gesundheits- und Krankengeschichte erfolgt
  6. Apps, die eine Organisation und Verwaltung im Gesundheitswesen ermöglichen
  7. Apps, die sich mit den Themen Einkauf und Versorgung befassen

Weitere Infos: Gesundheits-Apps können Patienten in ihrer Rolle stärken


Mögliche Interessenskonflikte: Der Autor dieses Beitrags ist gleichzeitig Mitarbeiter im Gesundheitsprogramm der Bertelsmann Stiftung.

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Johannes Bittner

Johannes Bittner

Johannes ist Arzt und Sozialunternehmer. Durch die Gründung der Übersetzungsplattform für medizinische Befunde washabich.de hat er seine Liebe für Healthcare Startups entdeckt. Seine Vision ist die effiziente Fusion von konventionellem Gesundheitswesen und Digital Health.

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4 Kommentare

  1. Laura sagt:

    Das ist eine hilfreiche Einteilung. Zusätzlich bin ich jedoch der Meinung, dass hierbei Lifestyle-Apps, welche ja doch meist einen sehr starken Bezug zur Gesundheit haben, fehlen. Bei einem „Diabetes-Tracker“ z.B. gibt es ja auch oft die Funktion, seine tägliche Nahrungsaufnahme festzuhalten- und das geschieht wiederum meist mit Foodtrackern, die eher in die Lifestyle-Richtung gehen.

  2. Jörg sagt:

    Danke für die Einteilung. Bis jetzt habe ich mich mit dieser Art von Apps noch nicht beschäftigt. Aber ich denke so kann man damit schon was anfangen.

  3. Ronja sagt:

    Ein guter Schritt für ein differenzierteres Verständnis von Gesundheits-Apps! Langfristig halte ich es jedoch für wichtig, die unterschiedlichen Typen zu kombinieren. Der umfassende Mehrwert für den Patienten ergibt sich aus dem Zusammenspiel der unterschiedlichen Möglichkeiten.

  4. Larissa sagt:

    Erst einmal vielen Dank an den Autor für die super übersichtliche Darstellung des Kerns dieser umfangreichen Studie!

    @ Laura: Genau dieser Gedanke verfolgt mich aktuell ebenfalls. Ich versuche im Rahmen meiner Masterthesis im Rahmen eines Kapitels eine Einordnung/Kategorisierung von Apps, die sich an pflegende Angehörige richten, im Kontext von e/m-Health vorzunehmen. Bei der Erstellung einer Produktübersicht ist mir aufgefallen, dass die Apps und nicht nur in die hier genannten Kategorien, sondern eben auch in die Lifestyle-Sparte passen. Daher habe ich wie du gegrübelt und mich gefragt, weshalb dieser Aspekt nicht beachtet oder zumindest angeschnitten wurde. Dies fiel mir im Übrigen auch in der CHARISMHA-Studie auf.

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